Buchstäblich bis zur letzten Minute hatte das Team der Stadtagentur am Freitagnachmittag zu tun, damit der kleine Festakt zum Umzug wirklich stattfinden konnte. Denn ein Reinigungsunternehmen, verriet Bürgermeister Tobias Stockhoff, sei abgesprungen. Dass sie etwas rot im Gesicht sei, liege aber nicht nur daran, dass auch sie bis zuletzt in den neuen Räumlichkeiten geputzt habe, sagte Sabine Fischer-Strebinger, Leiterin der vor vier Jahren gegründeten Stadtagentur. Sondern auch am Ergebnis der stressigen Umzugswoche: “Ich bin total begeistert.”
Goldener Schlüssel zum Stadthaus
Anfangs sei sie skeptisch gewesen, als der Standortwechsel von der Recklinghäuser Straße ins Stadthaus an der Lippestraße 41 geplant wurde. Jetzt sieht sie in den neuen Räumlichkeiten “eine Riesenchance für die Stadtagentur”. Fischer-Strebinger: “Wir können uns jetzt ganz anders präsentieren.” Und: “Für mich ist es auch ein echter Neustart.”
Von Markus Funk, Geschäftsführer der Dorstener Wohnungsgesellschaft, die das Gebäude erworben hat, erhielt sie im Beisein von rund 70 Gästen aus Politik, Bürgerschaft, von beteiligten Büros und Firmen den symbolischen golden Schlüssel zum Stadthaus.
Zuvor beherbergte das Gebäude lange Jahre das Haushaltswarengeschäft “heynck”. Jetzt sind darin die Stadtagentur, die Stadtinfo, das Büro für Bürgerentgagement und Sport. sowie die Geschäftsstelle des Stadtsportverbands untergebracht. Aber auch acht Wohnungen mit vielen langjährigen Mietern, wie Funke erklärte.
Auf 700 Quadratmetern die durch viele Glasflächen tagsüber viel EIn- und Ausblicke erlauben, sind nun viele Büroarbeitsplätze entstanden, aber auch ein offener Eingangsbereich, der ganz andere Platzverhältnisse für die Stadtagentur bietet als der ehemalige Standort an der Recklinghäuser Straße. Bürgermeister Tobias Stockhoff scherzte über die zuvor beengten Platzverhältnisse: “Ich bin froh, dass der Arbeitsschutz nicht vorbeigekommen ist in der Zeit.”
Er lobte das Engagement des Stadtinfo-Teams und die beteiligten Firmen und Büros für ihren Einsatz beim Umbau. Und zeigte sich auch froh darüber, dass die Politik die Entscheidung für das Stadthaus mitgetragen habe. “Das ist nicht das Gewinnmaximierungs-Projekt für die DWG.”
Wie zuvor steht die Stadtinfo ab jetzt in den neuen Räumen Bürgerinnen und Bürgern mit Rat und Tat bei Themen wie Tourismus, Stadtführungen, Kunst und Kultur (Kartenverkauf) zur Seite. Außerdem organisiert die Stadtagentur auch Fortmate wie die Stadtklänge oder den Kultursommer.
Bildquelle: Dorstener Zeitung © Berthold Fehmer
